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Wer vertritt die Interessen der Rendsburger Bürger in der Ratsversammlung. Wer macht Politik im Ortsverein.

SPD-Rendsburg.de stellt mit kleinen Interwiews in lockerer Folge die gewählten Volksvertreter der SPD, aber auch bürgerliche Mitglieder und Vorstandsmitglieder vor.

Zum Start die Stadtpräsidentin Karin Wiemer-Hinz

 

SPD-Rendsburg.de: Karin, du bist seit der Kommunalwahl am 26.05. Stadtpräsidentin der Stadt Rendsburg.  Stelle dich unseren Besucherinnen und Besuchern doch einmal kurz vor.

Karin Wiemer-Hinz:
Ich bin 55 Jahre alt und seit 34 Jahren verheiratet mit Helge Hinz. Wir haben gemeinsam drei erwachsene Kinder. 
Ich lebe und arbeite in Rendsburg. Als Lehrerin bin ich seit 1994 an der Schule Mastbrook tätig. Ich bin seit 1988 Mitglied der SPD und gehöre der Ratsversammlung seit 1990 an. Während der Jahre in der Rendsburger Kommunalpolitik habe viele Funktionen gehabt, so war ich Ortsvereinsvorsitzende, Fraktionsvorsitzende, Vorsitzende des Sozialausschusses, Vorsitzende des Hauptausschusses und in der letzten Wahlperiode Bürgervorsteherin.

SPD-Rendsburg.de: Warum bist du Kommunalpolitikerin geworden und was hat dich dazu bewogen gerade in die SPD einzutreten?

Karin Wiemer-Hinz:
Ich hatte schon immer Interesse an Politik und außerdem das Bedürfnis mein Lebensumfeld mitzugestalten. Dabei war von Anfang an die kommunalpolitische Arbeit in und für die Stadt Rendsburg mein Anliegen. Ich habe nie angestrebt auf anderen Ebenen tätig zu sein. In die SPD bin ich eingetreten, weil mich die Grundwerte der Partei, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität überzeugt haben und weil ich gerne an der Weiterentwicklung einer sozialen Demokratie mitwirken wollte und auch weiterhin möchte. Auch die Frauenpolitik der SPD war und ist ein wichtiges Kriterium für mich.  Natürlich spielen auch immer Personen bei der Entscheidung für die aktive Mitarbeit eine Rolle. Bei mir waren es seinerzeit Björn Engholm, der mich durch seinen „neuen“ Politikstil sehr beeindruckt hat, und mein damaliger Arbeitskollege an der Heimvolkshochschule (heute: Nordkolleg)  Klaus-Dieter Henkel, langjähriger Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzender der Rendsburger SPD, der mich durch  seine persönliche Ansprache und Unterstützung für die Rendsburger Kommunalpolitik begeistert hat.

SPD-Rendsburg.de: Wie wird man eigentlich Stadtpräsidentin und warum wolltest du den Posten übernehmen?

Karin Wiemer-Hinz:
Die Stadtpräsidentin wird von der Ratsversammlung gewählt. Die größte Fraktion hat das Vorschlagsrecht. Die Stadtpräsidentin ist die Vorsitzende der Ratsversammlung und deren Repräsentantin und  repräsentiert darüber hinaus gemeinsam mit dem Bürgermeister die Stadt Rendsburg bei öffentlichen Anlässen. Ich finde beide Funktionen, den Vorsitz im höchsten Entscheidungsgremium und das Repräsentieren außerordentlich spannend und herausfordernd. Ich werbe gerne und aus Überzeugung für das politische Ehrenamt und die Stadt Rendsburg.

SPD-Rendsburg.de: Welche Funktionen hast du neben dieser Tätigkeit?

Karin Wiemer-Hinz:
Ich bin Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Rendsburg GmbH und im Vorstand des Städtebundes Schleswig-Holstein. Außerdem bin ich Vorsitzende des Stiftungsrates der Fiehn-Stiftung.

SPD-Rendsburg.de:  Bist du als Stadtpräsidentin in einer gewissen Weise neutral oder greifst du aktiv in die Kommunalpolitik ein?

Karin Wiemer-Hinz:
Beides. Als Stadtpräsidentin bin ich sowohl als Vorsitzende in Sitzungen als auch als Repräsentantin in einer gewissen Weise parteipolitisch neutral. Ich vertrete die gefassten Beschlüsse und Entscheidungen nach außen, unabhängig davon, ob die SPD dafür oder dagegen gestimmt hat.  Als Repräsentantin  vertrete ich die Stadt Rendsburg und keine Partei.  Aber: Ich gehöre der SPD-Fraktion an, habe selbstverständlich auch eine Stimme in der Ratsversammlung und gestalte somit die Kommunalpolitik aktiv mit.
Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, durch mein Wirken, die Bedeutung der Rendsburger Kommunalpolitik für die Stadt aufzuzeigen, insbesondere zu verdeutlichen, dass wichtige Entscheidungen über Ziele und Grundsätze der Stadt  von den gewählten Vertreterinnen und Vertretern in der Ratsversammlung getroffen werden.

SPD-Rendsburg.de:  Wie beurteilst du die politische Kultur in Rendsburg und was muss geschehen, dass bei der nächsten Kommunalwahl wieder mehr Rendsburgerinnen und Rendsburger ihre Stimme abgeben?

Karin Wiemer-Hinz:
Ich halte die politische Kultur in Rendsburg für nicht so schlecht wie sie in der letzten Zeit oft dargestellt wurde. In den Gremien streiten wir über den richtigen Weg, über die richtigen Maßnahmen, aber in der Regel konstruktiv und zum Wohle der Stadt. Auch wenn wir, die 31 Mitglieder der Ratsversammlung nicht immer einig sind, so achten wir uns doch gegenseitig und sprechen auch außerhalb der Sitzungen miteinander. Auch zur Verwaltung haben wir ein vertrauensvolles Verhältnis, gehen aber durchaus auch kritisch miteinander um. Das halte ich auch für in Ordnung, denn die Kommunalpolitik hat neben ihrer gestalterischen Funktion auch ein gewisse Kontrollfunktion.
Wir als Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker müssen aber von den Menschen wieder mehr als die handelnden Akteure wahrgenommen werden, als diejenigen, die sich um die Probleme vor Ort und für die Verbesserung der Lebensverhältnisse kümmern, z.B. um ausreichende Kinderbetreuung, gut ausgestattete Schulen, intakte und funktionierende Infrastruktur, soziale und kulturelle Angebote,  dann werden die Bürger und Bürgerinnen in Rendsburg auch wieder mehr Interesse am kommunalpolitischen Geschehen entwickeln. Außerdem müssen wir mehr informieren und mehr direkte Beteiligungsmöglichkeiten schaffen.

SPD-Rendsburg.de:
Beantworte  folgende Fragen  möglichst kurz:

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wäre das:  Keine Armut mehr, weder bei den Menschen, noch beim Staat.

Wenn die Stadt Rendsburg viel Geld hätte, würde ich folgende Projekte verwirklichen: Kostenlose Kinderbetreuung!  Kostenlose Nutzung des ÖPNV!  Mehr Geld in die Schulen!

Wenn ich einmal als Kommunalpolitikerin aufhöre, steht in meiner Abschiedsrede:  „Danke, dass ich so viele Jahre das Leben in meiner Heimatstadt mitgestalten durfte!“

Wenn man etwas verändern will, dann muss man Mut, Geduld und vor allem Ausdauer haben.

Liebe Karin, vielen Dank für Deine Zeit.