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Auf ihrer Klausurtagung am letzten Wochenende hat sich die SPD-Fraktion intensiv mit der Gründung einer stadteigenen Tourismus und Marketing GmbH beschäftigt.

„Seit Jahren sprechen wir uns dafür aus, die Bereiche Stadtmarketing und Tourismus in einer GmbH zusammen zu fassen“, so der Fraktionsvorsitzende Matthias Bruhn. „Jedoch sehen wir bei dem jetzt von der Verwaltung vorgelegten Entwurf erheblichen Diskussionsbedarf zu den Handlungsfeldern und damit einhergehend der Finanzierung und der Besetzung der Gremien.“

 

Für die SPD-Fraktion muss eine Stadtmarketing und Tourismus GmbH die Belange der gesamten Stadt und nicht nur des Innenstadtbereiches abbilden. Die Interessen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sind hierbei genauso zu berücksichtigen, wie die der Kaufleute und der Wirtschaft. Die Entwicklung der Stadt als Wohnquartier mit der entsprechenden Infrastruktur, z.B. ärztliche Versorgung und Kinderbetreuung, ist genauso wichtig wie Wirtschaftsförderung, Entwicklung der Innenstadt oder die Attraktivitätssteigerung für Besucher.

Eine Marketing und Tourismus GmbH darf aus Sicht der SPD keine Insellösung nur auf die Stadt bezogen sein. „Wir leben in der Kernregion Rendsburg auf so engem Raum nebeneinander, dass sich in vielen Fällen die Vermarktung des Umlandes, z.B. in einer Tourist-Information oder bei Veranstaltungen gar nicht vermeiden lässt“, merkt Matthias Bruhn an.

Im Bereich Tourismus leistet der Verein Mittelholstein Tourismus e.V. in der Vermarktung des NOK und der Stadt Rendsburg hervorragende Arbeit, was die Übernachtungs- und Gästezahlen deutlich zeigen.

Mit der Region Rendsburg GmbH gibt es eine weitere starke Organisation im Marketing, die z.B. in der Belebung der Innenstadt, dem Projekt Post-Coronastadt und dem Lokalportal im Internet starke Akzente für die Stadt gesetzt hat. Als Mitgesellschafter hat die Stadt Rendsburg direkten Einfluss auf deren Handlungsfelder. „Diese beiden Organisationen mit ihrem Wissen und Erfahrungen müssen eng an eine stadteigene GmbH angebunden werden“, so der Finanzausschussvorsitzende René Sartorius. „Aufgrund der Haushaltslage der Stadt können wir uns kostspielige Doppelstrukturen definitiv nicht leisten. Wir wollen ein leistungsfähiges Marketing, hierzu müssen wir die vorhandenen Kräfte bestmöglich bündeln.“

Die SPD wünscht sich eine Struktur, in der alle Akteure zum Wohle der Stadt zusammenarbeiten und sich ergänzen. Das Ziel muss sein, ein schlagkräftiges und zukunftsfähiges Konzept für die Stadt umzusetzen.

Zu diesem Zweck wird die Fraktion im Senat Anträge zum Gesellschaftervertrag der GmbH einbringen, die besonders die Schaffung von Synergieeffekten und die Verbesserung der Zusammenarbeit in der Region zum Ziel haben.